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Pres­se­infor­ma­tion: Es gilt den Pio­nier­geist zu för­dern

In wel­che Rich­tun­gen inves­tiert wer­den muss, um Digi­tale Sou­ve­rä­ni­tät zu stär­ken

Bre­men im Dezem­ber 2019. Mit Tech­ni­ken wie Cloud Com­pu­ting, IoT, AIT, Indus­trie 4.0 und KI durch­zieht die digi­tale Trans­for­ma­tion mitt­ler­weile so gut wie alle Berei­che des Lebens. ITK-Infra­struk­tu­ren wer­den immer grö­ßer und kom­ple­xer und ver­än­dern sich auf­grund der Bereit­stel­lung und Nut­zung von Tech­no­lo­gien aus unter­schied­lichs­ten Län­dern immer schnel­ler. „Inter­na­tio­nale Tech­no­lo­gien zu nut­zen und Ent­wick­lun­gen zu beob­ach­ten ist für jedes Land wich­tig. Doch darf der eigene Pio­nier­geist nicht ein­schla­fen“, warnt Tor­ben Belz, Geschäfts­füh­rer der PLUTEX GmbH aus Bre­men und erläu­tert: „Gehen Inno­va­tions- und Ent­wick­lungs­kraft ver­lo­ren, büßt ein Land seine digi­tale Sou­ve­rä­ni­tät ein. Sie ist jedoch ein wich­ti­ger Aspekt, um Ent­wick­lun­gen der Bran­che aktiv mit­zu­ge­stal­ten, Sicher­hei­ten zu schaf­fen, poli­tisch unab­hän­gig zu blei­ben und sich im glo­ba­len Ran­king als Wirt­schafts­stand­ort zu behaup­ten.“

Wer nur nimmt, der hinkt

Aktu­ell zeigt sich in Europa eine starke Nut­zung US-ame­ri­ka­ni­scher Digi­ta­li­sie­rungs­tech­no­lo­gien. Ansätze und Ent­wick­lun­gen aus dem Tech­no­lo­gie­mekka Sili­con Val­ley fin­den ihre Wege in die Köpfe deut­scher Infor­ma­ti­ker und Pro­gram­mie­rer. Doch wer nur auf fremde Stra­te­gien setzt, ver­liert den Anschluss. Felix Herr­mann, His­to­ri­ker und Infor­ma­ti­ker von der For­schungs­stelle Ost­eu­ropa an der Uni­ver­si­tät Bre­men, forscht zu The­men an der Schnitt­stelle von Infor­ma­tik und Geschichte. Er weiß: „An den Ent­wick­lun­gen in der UdSSR von den 50er Jah­ren bis in die 80er sieht man, wel­che fata­len Fol­gen es für die digi­tale Sou­ve­rä­ni­tät haben kann, wenn ein Land nur Wis­sen und Tech­no­lo­gien trans­fe­riert.“ Durch Tech­no­lo­giesank­tio­nen und Geheim­hal­tungs­kul­tur geriet die UdSSR in den 50er Jah­ren in einen tech­no­lo­gi­schen Rück­stand und machte sich, um die­sen Rück­stand schnell auf­zu­ho­len, die US-ame­ri­ka­ni­schen Ent­wick­lun­gen, Designs und Sys­teme zu eigen. Ein Bei­spiel war an die­ser Stelle die Ent­wick­lung des ESER-Com­pu­ters. Hier beschaffte sich die UdSSR die tech­ni­schen Unter­la­gen des IBM Sys­tem 360 und baute es nach. Zwar funk­tio­nierte die Adap­tion einige Jahre, doch gab es diverse Nach­teile. Zum einen die hohen Import­kos­ten sowie die kom­pli­zier­ten Beschaf­fun­gen auf­grund von Sank­tio­nen, die oft ille­gal waren. Aus die­sem Grund gab es für die Geräte oft keine Fol­ge­li­zen­zen für Kun­den und es fehlte an Sup­port. Zum ande­ren trieb die UdSSR eigene Ent­wick­lun­gen nicht mehr an, son­dern kon­zen­trierte sich nur noch auf den Import bereits bestehen­der, eta­blier­ter Ent­wick­lun­gen. „Trotz die­ser kost­spie­li­gen Maß­nah­men hinkte der Ost­block zwi­schen 1950 und 1989 dem tech­no­lo­gi­schen Stan­dard vier bis zehn Jahre hin­ter­her. Die­ses Bei­spiel zeigt, dass digi­tale Sou­ve­rä­ni­tät von geo­po­li­ti­schen Kon­junk­tu­ren abhän­gig ist und Hard- und Soft­ware-Pro­duk­tion im eige­nen Land erfor­dert – und die kos­tet.“

Ent­wick­lung unter­stüt­zen

Deutsch­land ran­gierte vor vier Jah­ren noch im Mit­tel­feld, wie aus dem BITKOM Posi­ti­ons­pa­pier „Digi­tale Sou­ve­rä­ni­tät“ von 2015 zu ent­neh­men war, zeigt sich durch­aus eine Ent­wick­lung, was die Inno­va­ti­ons­kraft angeht. Deut­sche Tech­no­lo­gie Start-ups leis­ten hier in Bezug auf Inno­va­ti­ons­geist einen gro­ßen Bei­trag, damit Deutsch­land wei­ter auf­rückt und seine Posi­tion als sou­ve­rä­ner Ent­wick­ler fes­tigt. Doch häu­fig feh­len jun­gen und vor allem klei­nen Unter­neh­men die Mög­lich­kei­ten, Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen über eigene IT auf Hard- und Soft­ware­ebene zu rea­li­sie­ren. Das gilt in Bezug auf den finan­zi­el­len Auf­wand sowie auf die benö­tige Man­power, um diese Sys­teme nach den gefor­der­ten Kri­te­rien sicher zu ver­wal­ten. „Out­sour­cing in ein exter­nes Rechen­zen­trum bie­tet den Vor­teil IT-Infra­struk­tu­ren nach dem Prin­zip ‚soviel-wie nötig, so wenig wie mög­lich‘ auf­zu­bauen sowie die Option 24/7 Sup­ports und Exper­ten-Know-how nach Bedarf in Anspruch zu neh­men. Der geringe finan­zi­elle Ein­satz erleich­tert es Unter­neh­mern zu expe­ri­men­tie­ren und so ohne gro­ßes Risiko neue Ideen aus­zu­pro­bie­ren“, erklärt Tor­ben Belz. Bei Inves­ti­tio­nen und För­de­run­gen soll­ten Regie­rung, Poli­tik und Wirt­schaft abwä­gen, wann es Sinn macht aus­län­di­sche Tech­no­lo­gien und Know-how zu bezie­hen und wann finan­zi­elle Mit­tel in eigene Ent­wick­lungs­pro­jekte flie­ßen sollte.

Sicher­heit, Struk­tur und Trans­pa­renz ver­ei­nen

Im Dis­kurs zum Thema digi­tale Sou­ve­rä­ni­tät fällt Rechen­zen­tren eine wich­tige Posi­tion zu. „Wich­tige Aspekte bei digi­ta­ler Sou­ve­rä­ni­tät sind regio­nale Ver­füg­bar­keit der IT-Dienste und Ansprech­bar­keit der Dienst­leis­ter sowie Sicher­heit und ver­trau­ens­wür­dige Infra­struk­tu­ren, das gilt für IT- und Netz­in­fra­struk­tu­ren, Soft- und Hard­ware sowie Cloud­tech­no­lo­gien“, weiß Tor­ben Belz. Regio­nale euro­päi­sche Rechen­zen­tren bil­den hier die Grund­lage digi­ta­ler Sou­ve­rä­ni­tät von Wirt­schaft und Poli­tik in der Euro­päi­schen Union, denn nur sie erfül­len die ange­spro­che­nen Aspekte in vol­lem Umfang. Hier wer­den Rechen­leis­tung, Hard- und Soft­ware sowie Netz­werk­in­fra­struk­tu­ren im gro­ßen Maß­stab nach doku­men­tier­ten und kon­trol­lier­ba­ren Vor­ga­ben und Richt­li­nien bereit­ge­stellt. Geschäfts­füh­rer und Tech­ni­ker sind direkt ansprech­bar, so dass Kun­den aus Wirt­schaft und Ver­wal­tung die Kon­trolle über Ihre Daten und Anwen­dun­gen behal­ten und sicher­ge­hen, dass Wis­sen nicht durch Dritte abge­schöpft wird. Zudem unter­lie­gen euro­päi­sche Rechen­zen­tren dem stren­gen euro­päi­schen Daten­schutz­recht, was unter ande­rem dafür sorgt, dass per­sön­li­che Daten nicht ein­fach in Rechen­zen­tren von Drit­ten ein­ge­se­hen, wei­ter­ge­ge­ben oder unbe­fris­tet auf­ge­ho­ben wer­den dür­fen. Hier sind klare Regeln zu Umgang und Spei­che­rung defi­niert. Für die Ein­hal­tung sind die jewei­li­gen regio­na­len Daten­schutz­be­hör­den ver­ant­wort­lich. „Um eine schnelle, gut aus­ge­baute und sichere Netz­werk­in­fra­struk­tur auf­zu­bauen, sind viele kleine Netz­werk­pro­vi­der sinn­vol­ler als ein gro­ßer Mono­po­list. Denn zum Bei­spiel gerade bei Ent­wick­lun­gen im Bereich IoT und Real-time-Anwen­dun­gen ist es ein wich­ti­ger Sicher­heits­as­pekt, dass die Ver­füg­bar­keit des Netz­wer­kes nicht nur von weni­gen gro­ßen Anbie­tern gesteu­ert wer­den kann, son­dern die Netz­werke auch lau­fen, wenn ein­zelne Akteure aus­fal­len“, schließt Tor­ben Belz.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen unter www.plutex.de

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PLUTEX GmbH
Die PLUTEX GmbH ist ein auf Ser­ver­ma­nage­ment, Netz­werke, Hos­ting und Colo­ca­tion spe­zia­li­sier­ter Mana­ged Ser­vice Pro­vi­der (MSP) mit eige­nen zer­ti­fi­zier­ten Rechen­zen­tren in Bre­men und Bie­le­feld. Das Ange­bot umfasst Mana­ged IT-Ser­vices, Cloud- und Sto­rage-Lösun­gen, (Web-)Hosting, Ser­ver-Housing, A/SDSL- und Richt­funk-Ver­bin­dun­gen, Back-up- sowie Archi­vie­rungs­dienst­leis­tun­gen. Alle Lösun­gen wer­den fle­xi­bel und indi­vi­du­ell nach Anfor­de­run­gen der Kun­den auf­ge­baut. Die Rechen­zen­tren arbei­ten mit maxi­ma­ler Ener­gie­ef­fi­zi­enz und bie­ten ein leis­tungs­fä­hi­ges und schnel­les Back­bone-Netz mit Kno­ten­punk­ten und direk­tem Zugang zu allen wich­ti­gen Car­ri­ern. Ein mehr­stu­fi­ges Sicher­heits­kon­zept, jähr­li­che TÜV-Süd-Audits sowie ein Daten­schutz­be­auf­trag­ter sor­gen für umfas­sende Sicher­heit und Kon­trolle von Daten und Ser­vern. Die Rechen­zen­tren tra­gen sowohl für die IT- und Infor­ma­ti­ons­si­cher­heit (ISO/IEC 27001) als auch für das Qua­li­täts­ma­nage­ment (ISO/IEC 9001) den offi­zi­el­len TÜV-Süd-Stem­pel.

Pres­se­kon­takt: Borg­meier Public Rela­ti­ons, Lilian Lehr-Kück / Sara-Mylaine Käs, Am Saat­moor 2, 28865 Lili­en­thal, Tel.: 04298–4683–26/-25, Fax: 04298–4683–33, E‑Mail: lehr@​borgmeier.​de / kaes@​borgmeier.​de

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